Gebete zum 32. Sonntag im Lesejahr B 2000

Tagesgebet
Gott,
du hast uns zu dieser Feier eingeladen.
Du sagst uns dein rettendes Wort
und schenkst dich im lebensspendenden Brot.
Erfülle uns mit deinem Segen
und mach uns fähig weiterzugeben,
was wir von dir empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Einladung zur Kommunion
Seht das gebrochene Brot.
Mit dem, was es ist, wird es Nahrung für andere.
Seht das Lamm Gottes,
in dem sich Gott zeigt, wie er ist,
Gott für uns gegenwärtig.
Er trägt die Verlorenheit
der Menschen im Gefüge der Macht,
er nimmt hinweg die Sünde der Welt.

Meditation nach der Kommunion

Wer bist du, Gott?
Du schenkst dich,
verschenkst dich an Menschen.
Du großer Gott,
so unscheinbar,
erträgst, dass du übersehen wirst.

Wer bin ich, o Gott?
Mein Gesicht, ich mag es nicht zeigen,
nicht vor anderen, nicht vor mir,
hab ich doch Angst, dass ich hässlich bin,
tief drinnen in mir.
Wer bin ich, o Gott?
Kann ich?s riskieren, dass andere mich haben und halten,
wo ich mich selbst kaum habe, kaum halte?
Lehr mich die Hingabe, du großer Gott,
der du dich hingibst für mich.

Schön will ich sein,
vor dir.
Zeig mir die zwei kleinen Münzen, die mir alles sind,
die ich loslassen muss, um alles zu haben,
dich, großer Gott.

Lied

Leg mein Gesicht frei, nach mich schön.

Wer mich entlarvt hat wird mich finden,
ich hab Gesichter mehr als zwei.
Augen, die tasten vor im Blinden, Herzen aus Angst, die vor Angst vergehn.
Leg mein Gesicht frei, nach mich schön.

Wer sich entlarvt sieht wird gefunden,
und wird ganz neu sich selbst verstehn,
wird leben offen unumwunden und nirgends hin verloren gehn.
Leg mein Gesicht frei, nach mich schön.

(Text: Huub Oosterhuis: Delf mijn gezicht op, ©Stichting Leerhuis & Liturgie, Amsterdam)