Lesung zum 15. Sonntag im Lesejahr A

1. Lesung Jes 55,10-11
2. Lesung Röm 8,18-23
Evangelium Mt 13, 1-9 (Kurzfassung)
1. Lesung: Die Kraft des Wortes Gottes: Buch des Propheten Jesaja 55,10-11: Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.
Zwischengesang: Psalm 65,10-14 (KV vgl. Lk 8, 8) Dein Wort, Herr, fiel auf guten Boden und brachte reiche Frucht.
Du sorgst für das Land und tränkst es; du überschüttest es mit Reichtum. * Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt, du schaffst ihnen Korn, so ordnest du alles. * Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen, machst sie weich durch Regen, segnest ihre Gewächse. * Du krönst das Jahr mit deiner Güte, deinen Spuren folgt Überfluss. * In der Steppe prangen die Auen, die Höhen umgürten sich mit Jubel. * Die Weiden schmücken sich mit Herden, die Täler hüllen sich in Korn. * Sie jauchzen und singen.
2. Lesung: Die Hoffnung auf die Erlösung der Welt: Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom 8,18-23: Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Erben Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Erben offenbar werden.
Evangelium: Das Gleichnis vom Sämann: Matthäus 13,1-9: An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre! 

 


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