Lesung zum 6. Sonntag im Lesejahr A

1. Lesung Sir 15, 15-20
2. Lesung 1 Kor 2, 6-10
Evangelium Mt 17-19.33-37 (gekürzt)
1. Lesung: Gott führt uns zur Gerechtigkeit: Jesus Sirach 15, 15-20:  Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, kannst du das Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue. Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt. Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil. Überreich ist die Weisheit des Herrn; stark und mächtig ist er und sieht alles. Die Augen Gottes schauen auf das Tun des Menschen, er kennt alle seine Taten. Keinem gebietet er zu sündigen, und die Betrüger unterstützt er nicht.
Zwischengesang Psalm 119,1-2.4-5.17-18.33-34 (KV vgl. 1) Selig die Menschen, die leben nach der Weisung des Herrn
Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist, die leben nach der Weisung des Herrn. * Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen  und ihn suchen von ganzem Herzen. * Du hast deine Befehle gegeben, damit man sie genau beachtet. * Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet,  deinen Geboten zu folgen! * Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! Dann will ich dein Wort befolgen. * Öffne mir die Augen  für das Wunderbare an deiner Weisung! * Herr, weise mir den Weg deiner Gesetze!  Ich will ihn einhalten bis ans Ende. * Gib mir Einsicht, damit ich deiner Weisung folge und mich an sie halte aus ganzem Herzen.
2. Lesung: Die Weisheit Gottes: Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 2, 6-10: Wir verkündigen Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt, denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.

Evangelium:  Die Erfüllung des Gesetzes in der Bergpredigt: Matthäus 5, 17-19.33-37 (gekürzt): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.(...)
Ihr habt gehört. dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, den er ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sein ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.


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