Lesung zum Hochfest Allerseelen

1. Lesung Ijob 19, 1.23-27
2. Lesung 1 Thess 4,13-18
Evangelium Joh 14,1-6

1. Lesung: Das Vertrauen des Ijob: Lesung aus dem Buch Ijob 19, 1.23-27: Da antwortete Ijob und sprach: (...) Dass doch meine Worte geschrieben würden, in einer Inschrift eingegraben mit eisernem Griffel und mit Blei, für immer gehauen in den Fels. Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub. Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen. Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

Zwischengesang: Psalm 130, 1-8 (Kv: 1): Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.
Aus der Tiefe rufe ich, Herr zu dir: * Herr, höre meine Stimme! Wende dein Ohr mir zu; achte auf mein lautes Flehen! * Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, Herr, wer könnte bestehen * Doch bei dir ist Vergebung, damit man in Ehrfurcht dir dient. * Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort. * Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen. * Mehr als die Wächter auf den Morgen soll Israel harren auf den Herrn. * Denn beim Herrn ist die Huld, bei ihm ist Erlösung in Fülle. * Ja, er wird Israel erlösen von all seinen Sünden.
2. Lesung: Die Hoffnung der Christen: 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki 4,13-18: Schwestern und Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten!
Evangelium: Das Gespräch über den Weg zum Vater: Johannes 14,1-14: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin die gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.