Lesung zum Dreifaltigkeits-Sonntag im Lesejahr B 1991

1. Lesung Dtn 04,32-34.39-40
2. Lesung Röm 08,14-17
Evangelium Mt 28,16-20
1. Lesung: Die Weisheit des Gesetzes: Deuteronomium (5. Buch Mose) 04,32-34.39-40: (Mose sprach zum Volk:) Forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde schuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses, und hat man je solche Worte gehört? Hat je ein Volk einen Gott mitten aus dem Feuer im Donner sprechen hören, wie du ihn gehört hast, und ist am Leben geblieben? Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einer Nation zu kommen und sie mitten aus einer anderen herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie es der Herr, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen? Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: Jahwe ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.
Zwischengesang: Psalm 33, 4-6. 9.18-20.22 (Kv vgl. 12b) Selig das Volk, das der Herr sich zum Erbteil erwählt hat.
Das Wort des Herrn ist wahrhaftig, all sein Tun ist verlässlich. * Er liebt Gerechtigkeit und Recht, die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn. * Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes. * Der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da. * Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, die nach seiner Güte ausschaun; * denn er will sie dem Tod entreißen und in der Hungersnot ihr Leben erhalten. * Unsre Seele hofft auf den Herrn; er ist für uns Schild und Hilfe. * Lass deine Güte über uns walten, o Herr, denn wir schauen aus nach dir.
2. Lesung: Geist, Gotteskindschaft und Erbe der Getauften: Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom 8,[11-13]14-17: Schwestern und Brüder! [Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt. Wir sind also nicht Schuldner dem Fleisch gegenüber, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, dann werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.] Denn wer vom Geist Gottes getrieben wird, ist Kind Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, in dem ihr an Kindes statt angenommen wurdet, den Geist, in dem wir rufen: Abba, lieber Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, vorausgesetzt, dass wir mit ihm leiden, um auch mit ihm verherrlicht zu werden.
Evangelium: Der Auftrag des Auferstandenen: Matthäus 28,16-20: Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
 


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