Predigt zum 21. Sonntag im Lesejahr C 2004 (Hebräerbrief)

  • Ort: Universitätsgottesdienst St. Ignatius, Frankfurt
  • Datum: 22. August 2004
  • Bibelstelle: Hebr - 12,05-07.11-13
Zwischen 2000 und 2003 hat der dänische Regisseur Lars von Trier einen Film entstehen lassen, der derzeit hier im Kino zu sehen ist. "The five Obstructions" (De Fem Benspænd) dokumentiert das perfide Spiel, das von Trier mit Jørgen Leth spielt. Dieser war sein Lehrer am Dänischen Film Institut. Er lebt in Haiti und leidet wohl heftig unter Depressionen. Zu, wie er sagt, therapeutischen Zwecken zwingt von Trier seinen Lehrer dazu, dessen 13minütigen Kurzfilm "The Perfect Human" (Det perfekte menneske) von 1967 erneut zu drehen. Allerdings legt er ihm dafür Begrenzungen und Regeln auf, denen sich Leth unterwerfen muss. Die diabolische Freude, mit der er dies tut, offenbart viel über den Charakter von Lars von Trier. Entstanden sind dabei aber brillante Kurzfilme von Jørgen Leth.

1. Unter Schutt

2. The Perfect Human

3. Eine Ermutigungs-Predigt

Nachtrag: In Gesprächen nach dem Gottesdienst stellte sich heraus, dass das Argument des Hebräerbriefes für manche in den Generation bis ca. 30 Jahre gar nicht so abwegig ist. In dieser Generation gibt es durchaus das Phänomen, dass Eltern, Väter insbesondere, sich der Aufgabe der Erziehung verweigert haben, die Kinder nicht als "Sohn" oder "Tochter" angenommen, sondern als "Freund" behandelt und letztlich in vielem allein gelassen haben.