Predigt zum 8. Sonntag im Lesejahr A 2008 (Matthäus)

  • Datum: 25. Mai 2008
  • Bibelstelle: Mt - 06, 24-34

1. Vögel des Himmels

2. Nicht Sorgen

3. Jünger

----------------------

Ein Nachtrag aus Brems Tierleben - zur rechten Beurteilung der Raben:

Es gibt vielleicht keinen Vogel weiter, der in gleichem Umfange wie der Rabe Allesfresser genannt werden kann. Man darf behaupten, dass er buchstäblich nichts Genießbares verschmäht und für seine Größe und Kraft Unglaubliches leistet. Ihm munden Früchte, Körner und andere genießbare Pflanzenstoffe; auf jeder Art von Aas ist der Rabe eine regelmäßige Erscheinung; aber er ist auch ein Raubvogel ersten Ranges, kann außerordentlich schädlich werden und ist in einigermaßen von Menschen dichter bewohnten Gegenden nicht zu dulden. Nicht Insekten, Schnecken, Würmer und kleine Wirbeltiere allein sind es, denen er den Krieg erklärt: er greift Säugetiere und Vögel, die ihn an Größe übertreffen, mit angemessener Vorsicht, aber auch mit großem Mute erfolgreich an, Hasen z. B. ohne alle Umstände, und nicht bloß kranke oder angeschossene, und raubt in der unverschämtesten Weise die Nester aus, nicht nur die wehrloser Vögel, sondern auch die der kräftigen Möwen, die sich und ihre Brut sonst wohl zu verteidigen wissen. Vom Hasen an bis zur Maus und vom Auerhuhn an bis zum kleinsten Vogel ist kein Wirbeltier vor ihm sicher. Frechheit und List, Kraft und Gewandtheit vereinigen sich in ihm, um ihn zu einem gefährlichen Räuber zu stempeln. Von den verwandten Arten werden die Kolkraben gehasst und angefeindet.

Quelle: Brehms Tierleben. Kleine Ausgabe für Volk und Schule. Dritter Band: Die Vögel. Leipzig 1927.