Predigt zu Karfreitag 2004

  • Ort: Oberschwappach/Knetzgau
  • Datum: 9. April 2004
  • Bibelstelle: Joh - 18,-19,42

1. Wer hat das getan?

2. Das Heil kommt von den Juden

3. Dieses Heil zu erlangen

 


 

Anmerkung

1. Früher wurde beim Glockenleuten um 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu, das Gebet von allen im Dorf privat gebetet; diese Tradition verliert sich. Traditionell wird das Gebet aber noch von den Leuten am Ende des Karfreitagsgottesdienstes nach dem Auszug des Pfarrers gesprochen:
"Es ist Finsternis geworden, da die Juden den Herrn Jesus Christus gekreuzigt haben. Um die neunte Stunde rief der Herr Jesus mit lauter Stimme: 'Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!' Und gab mit geneigtem Haupte seinen Geist auf. Durch diesen deinen Tod, o Jesus, hast du die ganze Welt erlöst. Ich bitte dich flehentlich durch die Bitterkeit deines Leidens und Todes, du wolltest dich meiner armen Seele erbarmen, wenn sie von meinem Leibe abscheiden wird, und wolltest sie führen zu deiner Herrlichkeit. Dieses Heil zu erlangen, will ich dir leben und sterben. Erbarme dich auch der armen Seelen im Fegefeuer. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen; lass sie ruhen in Frieden. Amen."

Am Donnerstag (wenn das Glockenzeichen an die Todesangst Jesu am Ölberg erinnert) betet man: "Liebster Heiland, ich erinnere mich jener Trauerstunde am Ölberg, wo du blutigen Angstschweiß vergossen hast und von deinem himmlischen Vater gestärkt worden bist. Verleihe auch mir armen Sünder Trost und Hilfe in jeder Angst und Not. Dein Beispiel soll mir vorleuchten, dass ich stets geduldig und Gott ergeben sei. 'Nimm, Vater, diesen Kelch von mir, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst' - soll auch mein Gebet in der Trübsal sein. Mit dir, o Jesus, will ich leiden, damit ich mit dir verherrlicht werde. Amen.