Firmurkunde

Komm, Heiliger Geist!
Lass mich das Segel meiner Sehnsucht
in  den Wind deines Atems stellen.
Wie sehr wünsche ich mir, dass mein Boot Fahrt aufnimmt
und ich voran komme.

Wenn ich nicht so recht vorankomme,
bist du es, Heiliger Geist, der mir fehlt?
Oder habe ich das falsche Segel gesetzt?
Oder fehlt es mir noch an der Kunst des Segelns?

Du bist der eine Geist Gottes,
und die Richtung, in die du wehst, ist die Richtung hin zu Gott,
der Fülle des Lebens.

Doch auf dem Meer unserer Welt
gibt es ganz unterschiedliche Strömungen.
So gib mir die Weisheit, Heiliger Geist,
auf diese Strömungen zu achten,
damit ich mein Segel je neu ausrichte auf dich,
dass mich dein guter Wind vorantreibt
und mich die Strömungen des Meeres nicht fortreißen.

Um die Kraft des Windes zu spüren, muss ich Segel setzen,
das Segel meiner Sehnsucht.
Manchmal ist das Segeln ganz schön schwierig
und fast rammt man mit dem eigenen Boot das eines anderen.
Das macht das Segeln mit dem Segel der Sehnsucht
übungsbedürftig.

Gib mir Heiliger Geist,
die Geduld, wenn ich dein Wehen nicht erfahre,
gib mir Weisheit und Kraft, wo ich selbst das Ruder anpacken muss
und wo ich mich tragen lassen darf von dir,
um weiter zu kommen auf meinem Weg.

Dann darf ich voll Freude erfahren,
dass jede Meile auf dem weiten Ozean
mich näher bringt zu dir,
weil du mit deinem lebendigen Wehn,
immer schon bei mir bist,
du Heiliger Geist.

Am Sonntag,

dem 10. Juni 2001

hat in der

St. Michaelskirche zu Göttingen

Erika Mustermann

das Sakrament der Firmung
empfangen

Das Sakrament spendete
Domkapitular Wolfgang Osthaus aus Hildesheim.

Göttingen, 10. Juni 2001



Wolfgang Osthaus
Domkapitular
P. Heribert Graab S.J.
Pfarrer


Titelbild: Detail "Taubenopfer" von der "Bernwardstür" (um 1015) vom Dom in Hildesheim

Katholische Gemeinde St. Michael, Göttingen
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