Alpha-Kurs - 9. Abend - Stichpunkte

Wozu ist die Kirche da?

Wir sind aufgefordert über unseren Glauben zu sprechen:
"Da trat Jesus auf die Jünger zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Matthäus 28,18-20)

Weitverbreitete Missverständnisse
- Kirche = nur Gottesdienste/Messen
- Kirche = nur der Berufsstand der Geistlichen ("die Hierarchie")
- Kirche = das Gebäude

Welche Beziehung besteht zwischen Kirche und Reich Gottes?

Kirche als Werkzeug zur Verwirklichung des Reiches Gottes
Immer bruchstückhaft: Die Kirche ist nicht identisch mit dem Reich Gottes, sondern berufen, Christus und seinem Reich entgegen zu gehen.
Menschenwerk: Die Kirche in allen ihren Gliedern ist immer auch die sündige Kirche, die von Gott geheiligt wird.

Kirche als Volk Gottes
Griechisches Wort Ekklesia ("die Herausgerufenen") bedeutet eine Versammlung oder Zusammenkunft von Menschen. Übersetzung: Kirche oder Gemeinde

Taufe
= wirksames Zeichen, dass Gott uns in annimmt als Glied der Kirche und Miterben Christi
Taufe ist ein Zeichen von
- Reinigung von Sünde (1 Korinther 6,11)
- Das Hineingenommenwerden in den Tod und die Auferstehung Christi (Römer 6,3-5;Kolosser 2,12)
- Siegel des Heiligen Geistes (1 Korinther 12,13)

Der Leib Christi
Christus ist das Haupt, wir sind die Glieder, wenn ein Glied leidet, leiden alle.
Der Heilige Geist lenkt die Kirche und wirkt in ihr.
(vgl. dazu 1 Korinther 12)

Die Einheit der Kirche als Gottes Volk (Epheser 2,14-18)
- kein Unterschied zwischen Juden und "den Völkern" (Heiden)
- Gott als unser Vater hat uns angenommen.
- Bedeutung der Einheit
- Jesus betete, „dass sie eins sind" (Johannes 17,11)
- „... bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren"
(Epheser 4,3)
„Wenn wir Einheit in dem Wesentlichen bewahren, Freiheit im Unwesentlichen, Großzügigkeit in allen Dingen, wäre alles sicher zum Besten bestellt." Rupertus

Der eine Leib besteht aus vielen Gliedern
1. Korintherbrief 12,14-27: Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. Wenn der Fuß sagt: Ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört er doch zum Leib. Und wenn das Ohr sagt: Ich bin kein Auge, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört es doch zum Leib. Wenn der ganze Leib nur Auge wäre, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre, wo bliebe dann der Geruchssinn? Nun aber hat Gott jedes einzelne Glied so in den Leib eingefügt, wie es seiner Absicht entsprach. Wären alle zusammen nur ein Glied, wo bliebe dann der Leib? So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich bin nicht auf dich angewiesen. Der Kopf kann nicht zu den Füßen sagen: Ich brauche euch nicht. Im Gegenteil, gerade die schwächer scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich. Denen, die wir für weniger edel ansehen, erweisen wir um so mehr Ehre, und unseren weniger anständigen Gliedern begegnen wir mit mehr Anstand, während die anständigen das nicht nötig haben. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringsten Glied mehr Ehre zukommen ließ, damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen.
Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm. Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.

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Fragen für das Gespräch

"Wir können nicht alleine Christ sein" - Stimmen Sie dem Satz zu? Warum? Warum
nicht?
Wozu brauchen wir unsere Mitchristen? Wozu brauchen Sie sie ganz persönlich?
Wozu brauchen die anderen uns?
Welche Gaben habe ich, die ich einbringen könnte?
Wo bleibt Kirche/Gemeinde hinter den Aussagen des Neuen Testaments zurück?
Was könnten wir persönlich tun, um das zu verändern?
Wie berührt Sie die Tatsache, dass die Kirchengeschichte immer auch geprägt ist vom
Versagen der Christen auch der Amtsträger?