Geistliche Impulse zum Fest Erscheinung des Herrn 2017 (Matthäus)

  • Ort: Kleiner Michel (St. Ansgar), Hamburg
  • Datum: 6. Januar 201

Am Vortag des Gottesdienstes geht eine Gruppe von 20 Gemeindemitgliedern auf einen Pilgertag "Bei Wind und Wetter" um den Ratzeburger See. Dabei sollen die folgenden Impulse Anregung zum betrachtenden Gebet unterwegs sein. Die Sonntagspredigt wird/soll das aufgreifen.

1. Die Weisen aus dem Osten

Die Geschichte: Die Sterndeuter aus dem Osten brechen auf, weil sie einen besonderen Stern haben aufgehen sehen. Damit stehen sie für Menschen, die in 'ihrem Fach' Astronomie gut sind. Sie können etwas und finden diesen Stern, dem sie folgen.

Der Impuls: Für die erste Etappe schauen Sie auf das, worin Sie 'gut' sind, ihre Talente, Fähigkeiten, Gaben. Gab oder gibt es in Ihrem Leben einen besonderen Stern, den Sie haben aufgehen sehen und dem Sie folgen wollten oder wollen? Jemand oder etwas, das sie so begeistert hat? Gab oder gibt es ein "Sternen"-Ziel beruflich oder außerberuflich? Erinnern Sie sich und spüren Sie nach, in welche Stimmung Sie diese Erinnerung versetzt.

Das Gebet zum Abschluss. Kommen Sie darüber mit Gott im Gespräch. Und ein VaterUnser.

2. Ohne Stern in Jerusalem

Die Geschichte: Ein großer Teil der Geschichte von den Sterndeutern spielt in Jerusalem. Dort ist vom Stern gar nicht die Rede, sondern von König Herodes, der erschrickt, und den Hohenpriestern und Schriftgelehrten, die wissen, dass der Messias in Betlehem geboren wird.

Der Impuls: Versuchen Sie an ihre eigenen Erfahrungen anzuknüpfen: Wo kenne ich die Versuchung wie Herodes alles nur nach dem Gesichtspunkt zu beurteilen, ob es mir selbst nutzt oder schadet. Und wo habe ich wie die Schriftgelehrten eigentlich alles Wesentliche verstanden, ziehe aber keine Konsequenzen daraus.

Das Gebet zum Abschluss. Halten Sie Gott ihre eigenen Gedanken hin, gerade auch die, in denen sie nicht so gut dastehen. Sprechen Sie einige Minuten im Rhythmus des Gehens das Wort "Barmherzigkeit". Und ein VaterUnser.

3. Anbetung

Die Geschichte: Die Weisen haben immer wieder als Ziel ihrer Reise angegeben, sie wollten dem neuen König "huldigen" und sie tun dies, als sie das Kind in der Krippe finden.

Der Impuls: Das "Huldigen" klingt sehr formal. Man wirft sich zum Zeichen der Verehrung auf den Boden und senkt dabei den Blick. Vielleicht ist es Ihnen möglich, sich ganz konkret eine solche körperliche Geste der Ehrfurcht und Anbetung vorzustellen. Und das in einem schäbigen Stall vor einem Kind im Futtertrog. Variieren Sie den Ort und stellen sich vor, Sie würden Gottes Gegenwart an andern Orten huldigen.

Das Gebet zum Abschluss. Versuchen Sie, still für sich ein Gebet der Anbetung, des Lobpreis und der Danksagung zu formulieren. Abschließend drei Gebete an Jesus Christus, den Hl. Geist und an Gott, den Vater.



Anregung zur Gestaltung der Etappe