Lesung zum 18. Sonntag im Lesejahr B

1. Lesung Ex 16,02-04.12-15
2. Lesung Eph 04,17.20-24
Evangelium Joh 06,24-35
1. Lesung: Das Brot in der Wüste: Exodus 4,17-24: Die ganze Gemeinde der Israeliten murrte in der Wüste gegen Mose und Aaron. Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch in Ägypten durch die Hand des Herrn gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt, um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen. Da sprach der Herr zu Mose: Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln. Ich will es prüfen, ob es nach meiner Weisung lebt oder nicht. [Wenn sie am sechsten Tag feststellen, was sie zusammengebracht haben, wird es doppelt so viel sein, wie sie sonst täglich gesammelt haben. Da sagten Mose und Aaron zu allen Israeliten: Heute abend sollt ihr erfahren, dass der Herr euch aus Ägypten geführt hat, und morgen werdet ihr die Herrlichkeit des Herrn schauen; denn er hat euer Murren gegen ihn gehört. Aber wer sind schon wir, dass ihr gegen uns murrt? Weiter sagte Mose: Wenn der Herr euch heute abend Fleisch zu essen gibt und euch am Morgen mit Brot sättigt, wenn er also euer Murren hört, mit dem ihr ihn bedrängt, was sind wir dann? Nicht uns galt euer Murren, sondern dem Herrn. Dann sagte Mose zu Aaron: Sag der ganzen Gemeinde der Israeliten: Tretet hin vor den Herrn; denn er hat euer Murren gehört. Während Aaron zur ganzen Gemeinde der Israeliten sprach, wandten sie sich zur Wüste hin. Da erschien plötzlich in der Wolke die Herrlichkeit des Herrn. Der Herr sprach zu Mose:] Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: Am Abend werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt sein von Brot, und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin. Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager. Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde. Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Das ist das Brot, das der Herr euch zu essen gibt.

1. Lesung in leichter Sprache für den Kindergottesdienst: Das Brot in der Wüste: Exodus 4,17-24 (nur die Brot-Passagen):
Das ganze Volk Israel war in der Wüste. Es war eine große Gemeinde mit ganz vielen Leuten. Mose und Aaron führten die Menschen auf dem Weg. Aber die Leute waren zornig.  Sie schimpften über Mose und Aaron. Sie hatten Hunger und sie erinnerten sich. In Ägypten gab es genug zu essen.  Dort waren wir nicht frei.  Das Leben war hart.  Deswegen wollten wir weg dort. Aber jetzt haben wir Hunger. Deswegen murrten die Menschen gegen Mose und Aaron. Sie schimpften und waren unzufrieden. Da sagte Gott: Ich will ihnen Brot geben.  Das Brot kommt vom Himmel.  Für jeden Tag soll jeder genug bekommen. So will ich sehen wie die Menschen denken. Ich will sehen: Lieben sie mich? Ich will schauen: Denken sie an meine Gebote? Oder denken sie doch nur an sich selbst?
Jeden Morgen sollen die Menschen Brot auf dem Boden der Wüste finden.  So sollen die Menschen Gott erkennen.  Gott ist für die Menschen da. Er hört die Klage und das Murren der Menschen.
So war das ganze Volk Israel in der Wüste. Viele tausend Menschen wohnten in den Zelten. Sie warteten auf den nächsten Morgen.  Am Morgen lag etwas auf dem Boden vor den Zelten. Es war etwas Feines, Knuspriges.  Die Menschen sahen es.  Sie fragten sich: Was ist das? Mose sagte zu ihnen:  Das ist Brot von Gott. Gott gibt euch dieses Brot zu essen. Jetzt müsst ihr nicht mehr hungrig sein.

Zwischengesang: Psalm 78,3-4b.23-25.54 (Kv: 24b) Der Herr gab ihnen Brot vom Himmel.
Was wir hörten und erfuhren, was uns die Väter erzählten, * das wollen wir unseren Kindern nicht verbergen, sondern dem kommenden Geschlecht erzählen. * Er gebot den Wolken droben und öffnete die Tore des Himmels. * Er ließ Manna auf sie regnen als Speise, er gab ihnen Brot vom Himmel. * Da aßen die Menschen Wunderbrot; Gott gab ihnen Nahrung in Fülle. * Er brachte sie in sein heiliges Land, in die Berge, die er erwarb mit mächtiger Hand.
2. Lesung: Der alte und der neue Mensch: Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus 4,17-24: Ich sage es euch und beschwöre euch im Herrn: Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken! Ihr Sinn ist verfinstert. Sie sind dem Leben, das Gott schenkt, entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie befangen sind, und durch die Verhärtung ihres Herzens. Haltlos wie sie sind, geben sie sich der Ausschweifung hin, um voll Gier jede Art von Gemeinheit zu begehen. Das aber entspricht nicht dem, was ihr von Christus gelernt habt. Ihr habt doch von ihm gehört und seid unterrichtet worden in der Wahrheit, die Jesus ist. Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben, und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Evangelium: Das Brot vom Himmel: Johannes 6,24-35: Als (am Morgen nach der dem Zeichen der Brotvermehrung) die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

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