Allg. Information
zur Fahrradwallfahrt

IHS  

1. Die Wallfahrt

Ein außerhalb Spaniens wenig bekannter Wallfahrtsort liegt im Baskenland, nahe der Atlantikküste. Dort wurde der heilige Ignatius geboren, der Gründer des Jesuitenordens und Begründer einer christlichen Meditationsform, die er "Geistliche Übungen", "Exerzitien" nannte.

Ignatius wollte Menschen zu einer persönlichen Begegnung mit Gott führen: Gott in allen Dingen suchen und finden und ihm mit den mir eigenen Kräften der Seele und des Leibes dienen. Davon ist seine Art zu beten und zu denken bestimmt. Deswegen ist seine Spiritualität auch besonders geeignet, um eine gemeinsame Zeit so zu gestalten, dass dies für jede(n) Einzelne(n) ein persönlicher Weg des Glaubens werden kann. Die Wallfahrt will dazu helfen.

Konkret wird dies so aussehen, dass am Morgen nach einem kurzen Impuls eine Stunde während der Fahrt in 4er-Gruppen "störungsfrei" bleiben soll, damit jede(r) Zeit für sich, für die eigenen Gedanken und das eigene Gebet hat. Die Stille Stunde endet mit einbem gemeinsamen Gebet.

Am Abend feiern wir täglich gemeinsam die Heilige Messe, in deren Rahmen die Gelegenheit besteht, die Erfahrungen des Tages mit einander zu teilen.

An zwei Ruhetagen wird zusätzlich Gelegenheit sein, sich in der Gruppe ausführlicher über persönliche Erfahrungen auszutauschen. Unabhängig davon besteht während der ganzen Fahrt natürlich immer die Gelegenheit, sich zu unterhalten.

2. Die Fahrrad-Fahrt

Die Wallfahrt ist für alle, die gerne Fahrrad fahren und dies auch ab und an tun. Wer sich die Strecke auf der Landkarte anschaut, wird sehen, dass die Tour sicherlich auch eine sportliche Herausforderung ist: Freiburg, Belfort, Besançon, Clermont-Ferrand, Agen, Pau, Loyola (südlich von San Sebastian im spanischen Baskenland). Die Strecke führt mitten durch Frankreich und überquert das Massiv Central und die Pyrenäen bis zum Atlantik.

Trotzdem soll es eine Rad-Tour und kein Rad-Rennen werden. Für die 1.477 km sind 15 Fahrt-Tage eingeplant. Die Tages-Etappe beträgt also durchschnittlich 98 km. Dies bedeutet sechs bis sieben Stunden auf dem Rad täglich. Wer schon einmal eine längere Radtour gemacht hat, weiß, dass dies keine Überforderung sein muss.

3. Voraussetzungen

Nach dieser Beschreibung kann jede(r) abschätzen, ob er/sie sich für eine solche Fahrrad-Wallfahrt fit fühlt.

Körperliche Voraussetzung ist sicher eine stabile Gesundheit. Niemand muss ein Sport-Ass sein. Aber wer sonst nie auf das Fahrrad steigt, sollte dies im nächsten Jahr ab und an tun. Nicht jeder andere Sport qualifiziert zudem zum Radfahren: Selbst wer im Finger-Hakeln Weltmeister ist, braucht noch kein guter Radfahrer zu sein.

Menschliche Voraussetzung ist die Fähigkeit, mit sich allein und mit anderen zusammen sein zu können. Beides ist gleichermaßen wichtig. Wie keine andere Art zu reisen ist das Radfahren ein ständiges Aufeinander-Rücksicht-Nehmen. Hilfsbereitschaft und die Kunst, nicht jede schlechte Laune anderen um die Ohren zu schlagen, sollten ansatzweise vorhanden sein.

Geistliche Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich selbst die Begegnung mit Gott zuzutrauen. Niemand kann sagen, ob oder was bei einer Wallfahrt "rumkommt". Aber jede(r) sollte bereit sein, offen zu sein und sich die Zeit für das Gebet und das Nachdenken zu nehmen.

Die Wallfahrt ist geplant für Studierende und junge Erwachsene bis 30 Jahre, Mindestalter 16 Jahre.

4. Kosten

Der Teilnehmerbeitrag beträgt maximal Euro 450-; es kann aber sein, dass ein Teil des Beitrags nach der Endabrechnung zurückgezahlt werden kann. Höhere Kosten werden den Teilnehmern nicht entstehen. Im Teilnehmerbeitrag ist Unterkunft und Verpflegung ab Freiburg bis Loyola einbegriffen, sowie der Rücktransport mit dem Reisebus von Spanien nach Frankfurt/Main. Ebenso werden davon die Unkosten für das Begleitfahrzeug und andere Nebenkosten gedeckt.

Die Kosten der Anreise nach Freiburg sind darin nicht enthalten. Bei dem Vorbereitungstreffen besteht Gelegenheit, Absprachen mit anderen Teilnehmern/innen bezüglich der Anreise zu treffen.

Sollte es im Einzelfall nicht möglich sein, diesen Betrag aufzubringen, können wir versuchen, den Teilnehmerbeitrag zu senken. Es soll niemand aus Kostengründen daheim bleiben! Der Anmeldung kann eine entsprechende Bitte um Ermäßigung beigefügt werden.

Eine Anzahlung von Euro 90,- ist bei der Anmeldung zu entrichten (Konto: Kath. Hochschulgemeinde, Postbank Frankfurt (500 100 60) Nr. 57 468 600 - Kennwort "Loyola"); eine Rückzahlung dieser Anzahlung ist nur möglich, wenn der Platz noch an andere vergeben werden kann.

5. Teilnehmerzahl und Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen können nicht mehr als 30 Teilnehmer mitfahren. Die Übernachtungen sind sonst nicht mehr zu organisieren. Wenn sich mehr Leute anmelden, gilt das Datum des Eingangs.

6. Vorbereitungstreffen

Es wird am 8./9. Juli 2006 in Frankfurt/M. (Samstag früh bis Sonntag Mittag) ein Vorbereitungstreffen stattfinden; die Teilnahme daran ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Fahrt, außer in begründeten Ausnahmen! Dieses Treffen soll es allen ermöglichen, die Erwartungen gegeneinander abzustimmen und wichtige Vorfragen zu klären.

7. Übernachtung und Verpflegung

Wir übernachten in der Regel auf öffentlichen Campingplätzen in zwei- und Mehrpersonenzelten. Bitte auf der Anmeldung angeben, ob eventuell ein Zelt zur Verfügung steht. Für die Ruhetage steht jeweils ein Haus mit Gruppenunterbringung zur Verfügung.

In einem Begleitfahrzeug werden die Zelte und die Küchenausrüstung transportiert.

Zum Schlafen braucht jede(r) Teilnehmer(in) eine Iso-Matte und einen Schlafsack. Die Zeltplätze sind ausgesucht; sie Plätze haben warme Duschen und ordentliche sanitäre Anlagen.

Das Essen bereiten wir selbst auf einer im Begleitbus mitgenommenen Kochanlage. Aus Zeitgründen wird in der Regel die Besatzung des Begleitbusses das Kochen übernehmen. Das ehrenmtliche Küchenteam ist aber darauf angewiesen, dass jede(r) nach Möglichkeit mit anpackt.

Abends gibt es eine komplette warme Mahlzeit. Zum Frühstück gibt es Brote mit heißem Kaffee, Kakao oder Tee. Für das Mittagessen werden morgens Lunch-Pakete mitgegeben oder eine allgemeine Mittagsstation gemacht. Ohnehin wird, je weiter wir nach Süden kommen, die Mittagspause zunehmend länger werden.

8. Das Fahrrad

Zwar kann man mit jedem Fahrrad eine schöne Tour machen; bei der Fahrt in der Gruppe sind jedoch vergleichbare Gangschaltungen wichtig. Das Rad sollte daher eine Kettenschaltung haben. Wegen des nötigen Werkzeugs bitte bei einer Neuanschaffung des Zahnkranzes Marke Shimano bevorzugen oder einen Zahnkranz-Schlüssel der eigenen Marke mitnehmen.

Zur Ausrüstung gehört ein stabiler Gepäckträger, Schutzbleche und vorschriftsmäßige Beleuchtung.

Das Rad muss auf jeden Fall vor der Fahrt gründlich überholt werden. Pannen unterwegs sind häufig die Folge einer schlechten Wartung vor der Abfahrt. Die Mäntel, die Bremsklötze, eventuell die Schläuche müssen vor der Abfahrt erneuert werden. Schrauben nachziehen, Lager nachstellen (lassen). Überprüfen, ob die Speichen gut gespannt sind und ob das Rad keinen zu starken Achter hat.

Das Rad muss eine Vorder- und eine Hinter-Bremse haben (Felgen- oder Trommel-Bremse; keinesfalls Naben-Bremse!). Die Bremsklötze vor der Fahrt erneuern.

Ein neues Fahrrad muss eingefahren werden!

Wer kein entsprechendes Fahrrad hat bzw. sich keines leihen kann, soll dies bei der Anmeldung mitteilen; wir können versuchen, von jemandem privat ein Fahrrad leihweise zu organisieren. Die Teilnahme soll nicht an der fehlenden Ausrüstung scheitern.

9. Die Ausrüstung

Wer noch nie eine Rad-Tour gemacht hat, nimmt meistens zu viel Gepäck mit. Ein Vorschlag für die Ausrüstung gibt eine Mindestausrüstung an - und mehr als die Mindestausrüstung ist eigentlich überflüssiger Ballast!
Die Satteltasche sollte möglichst einfach sein. Es gibt Modelle, die zu montieren jeweils einen Staatsakt erfordert.

10. Sonstiges

Jede(r) Teilnehmer(in) ist gehalten, einen Auslands-Krankenschein zu beantragen, wenn nicht die normale Karte in Frankreich und Spanien gilt. Gegebenenfalls notwendige Medikamente und etwas Pflaster bitte selbst mitnehmen.

Zum Grenzübertritt sind Personalausweis oder Reisepass nötig.

Wie viel Bargeld jeder mitnimmt muss jeder selbst wissen. Es besteht die Möglichkeit, Geld auf das o.g. Konto einzuzahlen und unterwegs bei der Wallfahrts-Kasse abzuholen.

Vgl. die Daten auf einen Blick

Noch Fragen?

Bei Rückfragen, die nicht erst auf dem Vorbereitungs-Treffen im Juni geklärt werden können, kann man sich an P. Martin Löwenstein SJ in Frankfurt/Main (eMail) oder Pfr. Ansgar Pohlmann in Jena (eMail) wenden, die die Organisation der Vorbereitung der Fahrt übernommen haben.