Predigt zum 2. Sonntag im Lesejahr A 2017 (Johannes)

  • Ort: Kleiner Michel (St. Ansgar), Hamburg
  • Datum: 15. Januar 2017
  • Bibelstelle: Joh - 01,29.32-34

1. Agnus Dei

2. Das Lamm

3. Es nimmt hinweg die Sünden

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Hinweis:

Indirekt verdanken wir das "Agnus Dei" möglicherweise dem Islam. In der Liturgie des Ostens hatte man schon früh das Brechen des Brotes mit dem Leiden und Sterben Christi in Verbindung gebracht. Dabei wurde das Bild vom Lamm, das geschlachtet wird, aus der Offenbarung des Johannes (Offb 5.6) auf das Brot übertragen, das in der Messe gebrochen wird. Möglicherweise mit syrischen Klerikern, die vor dem vordringenden Islam nach Rom geflohen sind, breitete sich dieser Brauch auch in der westlichen Kirche aus. Da Brotbrechen der häufigste biblische Name für die Eucharistie ist, bekommt der Vorgang im Ablauf der Messe einen eigenen Ort (nicht nebenbei bei der Wandlung), wird durch den Gesang der Gemeinde begleitet, die dadurch deutet, was der Priester am Altar vollzieht. Dass zumindest einige gebrochene Teile des Brotes mit ausgeteilt werden, gehört zu den Vollzügen, die die römische Liturgie für besonders wichtig hält (Instruktion Redemptionis Sacramentum, 2004, Nr. 173/49)