Predigt zur Trauung (1 Kor 12,31b-13,13 und Mt 19,03-12) IHS - Jesuiten
Hamburg, 19. Dezember 2009
Lesung 1 Kor 12,31b-13,13
Evangelium: Mt 19,03-12
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Die Predigt zum Hören (als mp3 ca. 3MB) 
Lesung: 1. Brief des Apostels Paulus an die Kirche in Korinth, 12,31b-13,13: Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Evangelium: Von Ehe und Ehescheidung: Matthäus 19,03-12: Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will? Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch. Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht, und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

1. Eine Liebeserklärung

2. Eine Berufung

3. Ein Glaubenszeugnis

Fürbitten

Wir bitten für Maike und Jakob, dass sie unter deinem Schutz zum Glück eines gemeinsamen Lebens finden, dass ihre Liebe durch all die Jahre ihres Lebens zunimmt, und sie die Liebe an ihre Kinder weitergeben.

Wir bitten für die Generationen - unsere Eltern, Familie, Freunde -, dass sie offen sind füreinander, einander annehmen, die Besonderheiten jedes Lebensalters schätzen und einander unterstützen.

Wir bitten für alle Einsamen, Kranken und in Not geratenen, dass ihre Gebete erhört und ihre Hoffnungen erfüllt werden.

Wir bitten dich tröste die Traurigen, die Trauernden und Einsamen. Schick Du uns zu ihnen; damit sie Vertrauen schöpfen können. Lass das Ja-Wort von Jakob und Maike Wellen schlagen, das auch andere Menschen "Ja" zueinander sagen können.

Wir bitten erbarme dich der Verstorbenen, dass sie teilnehmen am Hochzeitsmahl des ewigen Lebens. Dankbar gedenken wir ihrer in Erinnerung an all das Gute, das sie zurückgelassen haben.

alternative Predigt

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