Predigt zur Trauung (Lukas 8) IHS - Jesuiten
25. Juni 2005, Mariae Himmelfahrt, Frankfurt-Griesheim
Lesung: Koh 4,9-12, Evangelium: Lk 8,4-15
Lesung - Predigt - Orationen - Fürbitten - alternative Predigt - Übersicht
Lesung: Besser zu zweit: Kohelet 4, 9-12: Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet. Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den andern; einer allein - wie soll er warm werden? Und wenn jemand einen einzelnen auch überwältigt, zwei sind ihm gewachsen, und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.
Evangelium: Das Gleichnis vom Sämann: Lk 8, 4-15: Als die Leute aus allen Städten zusammenströmten und sich viele Menschen um ihn versammelten, erzählte Jesus ihnen dieses Gleichnis: Ein Sämann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen. Zu den anderen Menschen aber wird nur in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. Das ist der Sinn des Gleichnisses: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, denen es aber der Teufel dann aus dem Herzen reißt, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeitlang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, dann aber weggehen und in den Sorgen, dem Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken, deren Frucht also nicht reift. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen.
Die Predigt zum Hören (als mp3-Datei je ca. 500 MB): Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5

1. Gleichnis und Deutung

2. Dreifach verloren, ein Boden fruchtbar

3. Dreifach der Wunsch


Fürbitten

P: Lasset uns beten zu unserem Gott, der die Liebe ist:

V: Für Daniela und Adrian, dass sie sich von Dir führen lassen und unter deinem Schutz zu einer glücklichen Familie werden. Lass sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sein.
Alle: Du guter Gott, wir bitten Dich, erhöre uns.

V: Für Ihre Eltern, Angehörigen und Freunde, dass sie den Lebensweg des Brautpaares mit ihrer Zuneigung und Hilfsbereitschaft begleiten.
Alle: Du guter Gott, wir bitten Dich, erhöre uns.

V: Für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des Anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen. Lass sie einander stets so sehen, wie Du sie gemeint hast.
Alle: Du guter Gott, wir bitten Dich, erhöre uns.

V: Für unsere verstorbenen Angehörigen, die uns in dieser Stunden besonders fehlen. Lass sie in unseren Herzen und Gedanken lebendig bleiben und führe sie zum ewigen Leben.
Alle: Du guter Gott, wir bitten Dich, erhöre uns.

P: Herr, unser Gott, es ist dein Werk, wenn es in der Welt Liebe gibt und wenn Menschen in Liebe zueinander finden. Wir bitten dich, öffne unser Herz immer wieder für diese Liebe, die du uns in Jesus Christus vorgelebt und erwiesen hast, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt heute, morgen und immer.

 

alternative Predigt

Veröffentlicht nur im Internet vorbehaltlich einer Überarbeitung
Anregungen und Kritik bitte an
Martin.Loewenstein@Jesuiten.org