Predigt zur Trauung (Matthäus, Bergpredigt Salz der Erde) IHS - Jesuiten
Köln 29. April 2006
Lesung: Röm 12,.9-18
Evangelium: Mt 5,13-16
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Die Predigt zum Hören (als mp3-Datei ca. 1,5 MB)
Lesung: Römer 12, 9-18: Aufforderung zu einem Leben aus dem Geist: Die Liebe sei klar und ohne Schauspielerei. Das Böse sollt ihr verabscheuen, am Guten euch festhalten. Die Liebe, die in eurem Kreis herrscht, sei herzlich und unmittelbar. Jeder ehre den anderen mehr als sich selbst. Ergreift die Gelegenheit, euren Glauben weiterzugeben. Der Geist, den ihr empfangen habt, ist ein Feuer. Lasst es brennen!
Lebt nicht an den Aufgaben vorbei, die eure Zeit stellt, und freut euch, dass ihr über sie hinaus eine Hoffnung habt! Bleibt willig unter den Lasten, die Gott euch auferlegt hat, und sucht sie nicht abzuwerfen. Achtet darauf, dass euer Gebet nicht unregelmäßig und zufällig stattfindet, sondern bleibt ständig im Gespräch mit Gott. Greift zu, wenn jemand unter euch in der Gemeinde eine Hilfe nötig hat. Kommt jemand an eure Tür, dann nehmet ihn auf und kümmert euch um ihn.
(in der Übertragung von Jörg Zink)

Evangelium: Matthäus 5, 13-16: Vom Salz der Erde und vom Licht der Welt: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

1. Gott im Irdischen

2. Unverstellt

3. Von Gott getragen


Fürbitten

Pfarrer: Gott weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:

Thomas: Wir bitten für Isabelle und Wolfgang, die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Audrey: Wir bitten Dich für Isabelle und Wolfgang, dass sie miteinander Freude und Glück erfahren, das Leben an ihre Kinder weitergeben und anderen Menschen Hoffnung und Hilfe schenken. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Philip: Wir bitten für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Thomas: Wir bitten für die verschiedenen Generationen, für Kinder, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Audrey: Wir bitten für unsere Gemeinden, dass sie Geborgenheit und Hilfe bieten für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Philip: Wir schließen in unsere Bitten und Gedanken auch diejenigen aus den Familien ein, die den Lebensweg von Isabelle und Wolfgang mitbegleitet und gestaltet haben, am heutigen Festtag jedoch nicht anwesend sein können. Du guter Gott
Alle: Wir bitten Dich, erhöre uns

Pfarrer: Denn Du Gott, bist ein Gott der Treue und der Liebe. Wir danken Dir heute und
alle Tage bis in Ewigkeit.
Alle: Amen


Überreichen der Hochzeitskerze

Die Hochzeitskerze spricht:

Ich habe es gesehen. Meine Flamme war dabei, als Ihr die Hände ineinander gelegt und Euer Herz verschenkt habt. Ich bin ein stummer Zeuge im Haus Eurer Liebe und wohne bei Euch.

Natürlich – an Tagen, da die Sonne scheint, braucht Ihr mich nicht anzuzünden.

Aber an Tagen, die Euch besonders wichtig sind, zündet mich an:
Wenn ein Kind unterwegs ist oder ein anderer schöner Stern am Horizont Eures Lebens erscheint, dann zündet mich an.

Zündet mich aber auch an, wenn es dunkel wird und in Euer Leben Sturm einbricht:
Wenn Streit da ist und der erste Schritt getan werden muss.
Wenn eine Aussprache notwendig ist, aber Ihr keine Worte findet – dann zündet mich an.


Ich bin Eure Hochzeitskerze - ich begleite Euch.
Lasst mich brennen, solange es nötig ist, bis Ihr mich dann gemeinsam auslöschen könnt, weil das Licht, das Ihr füreinander seid, wieder hell in Euch strahlt.

 

alternative Predigt

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