Predigt zur Trauung (Matthäus 13) IHS - Jesuiten
23. Juli 2005, St. Ursula, Oberursel
Lesung: Ps 104
Evangelium: Mt 13,1-3.31-32
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Lesung: Psalm 104, dazu "Laudate Omnes Gentes" (Taizè):
Lobe den Herrn, meine Seele! / Herr, mein Gott, wie groß bist du! / Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet. / Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, / du spannst den Himmel aus wie ein Zelt. / Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser. / Du nimmst dir die Wolken zum Wagen, / du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes. / Du machst dir die Winde zu Boten / und lodernde Feuer zu deinen Dienern. / Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; / in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
Laudate Omnes Gentes
Einst hat die Urflut die Erde bedeckt wie ein Kleid, / die Wasser standen über den Bergen. / Sie wichen vor deinem Drohen zurück, / sie flohen vor der Stimme deines Donners. / Da erhoben sich Berge / und senkten sich Täler / an den Ort, den du für sie bestimmt hast. / Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, / die dürfen sie nicht überschreiten; / nie wieder sollen sie die Erde bedecken. / Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern, / sie eilen zwischen den Bergen dahin.
Laudate Omnes Gentes
Allen Tieren des Feldes spenden die Quellen Trank, / die Wildesel stillen ihren Durst daraus. / An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels, / aus den Zweigen erklingt ihr Gesang. / Du tränkst die Berge aus deinen Kammern, / aus deinen Wolken wird die Erde satt. / Du lässt Gras wachsen für das Vieh, / auch Pflanzen für den Menschen, / die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde / und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, / damit sein Gesicht von Öl erglänzt / und Brot das Menschenherz stärkt. / Die Bäume des Herrn trinken sich satt, / die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. / In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, / auf den Zypressen nistet der Storch. / Die hohen Berge gehören dem Steinbock, / dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.
Laudate Omnes Gentes
Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten, / die Sonne weiß, wann sie untergeht. / Du sendest Finsternis, und es wird Nacht, / dann regen sich alle Tiere des Waldes. / Die jungen Löwen brüllen nach Beute, / sie verlangen von Gott ihre Nahrung. / Strahlt die Sonne dann auf, / so schleichen sie heim / und lagern sich in ihren Verstecken. / Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk, / an seine Arbeit bis zum Abend.
Laudate Omnes Gentes
Herr, wie zahlreich sind deine Werke! / Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, / die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. / Da ist das Meer, so groß und weit, / darin ein Gewimmel ohne Zahl: / kleine und große Tiere. / Dort ziehen die Schiffe dahin, / auch der Leviátan, / den du geformt hast, um mit ihm zu spielen. / Sie alle warten auf dich, / dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit. / Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein; / öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem. / Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört; / nimmst du ihnen den Atem, / so schwinden sie hin / und kehren zurück zum Staub der Erde. / Sendest du deinen Geist aus, / so werden sie alle erschaffen, / und du erneuerst das Antlitz der Erde.
Laudate Omnes Gentes
Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; / der Herr freue sich seiner Werke. / Er blickt auf die Erde, und sie erbebt; / er rührt die Berge an, und sie rauchen. / Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, / will meinem Gott spielen, solange ich da bin. / Möge ihm mein Dichten gefallen. / Ich will mich freuen am Herrn.
Laudate Omnes Gentes
Evangelium: Das Gleichnis vom Senfkorn: Mt 13,1-3.31-32: An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. / Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. / Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; / die Leute aber standen am Ufer. / Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. / Er sagte:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, / das ein Mann auf seinen Acker säte. / Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; / sobald es aber hochgewachsen ist, / ist es größer als die anderen Gewächse / und wird zu einem Baum, / so dass die Vögel des Himmels kommen / und in seinen Zweigen nisten.
Das Paar hat ein kleines Kind.

1. Vögel des Himmels

2. Gottes Schöpfung und Gegenwart

3. Gottes Bund in Eurem Bund


Fürbitten (vom Brautpaar formuliert, von Kindern vorgetragen)

P: Guter Gott von deiner Schöpfung sind auch wir nur ein kleiner Teil, doch du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus gelehrt, dass wir auf deine Hilfe und Liebe vertrauen dürfen, deshalb bitten wir:

V: Wir bitten für Ulrike und Olaf, die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie glücklich in ihrer Ehe werden und in Liebe und Treue füreinander da sind
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Wir bitte für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des Anderen nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer nur als Geschenk verstehen.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Wir bitten für Lennart und die Kinder dieser Welt, dass sie in Gesundheit und Frieden aufwachsen und von ihren Eltern Liebe und Verständnis erfahren.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Wir bitten, dass Eltern, Familie und Freunde gemeinsam mit dem Ehepaar einen Lebensweg von Zunigung und Hilfsbereitschaft gehen dürfen.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Wir bitten um den Frieden in der Welt. Gib uns allen den Mt für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

P: Bei dir sind wir geborgen, heute, alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.
A: Amen

alternative Predigt

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