Universitätsgottesdienst, St. Antonius Frankfurt, 23. November 2008 IHS - Jesuiten
1. Lesung Ez 34,11-12.15-17
2. Lesung 1 Kor 15,20-26.28
Evangelium Mt 25,31-46

1. Christkönig

2. Verfassung

3. Ohnmacht

 


Fürbitten

P: Du Gott bist der Hirt deines Volkes und der Vater aller Menschen. Zu Dir beten wir voll Vertrauen.

V: Berufe für dein Volk der Kirche gute Bischöfe und Priester und bewege sie zu allen Zeiten, Formen der Leitung zu finden, die dem Evangelium entsprechen.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Hilf allen Christen, die Verantwortung in Staat, Wirtschaft, den Medien oder der Kirche tragen, an dir und deiner Liebe Maß zu nehmen.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Tritt für die Menschen ein, die von korrupten Machthabern beherrscht, ausgebeutet oder vertrieben werden.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Stärke die Völker, die auf dem Weg sind zu mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Erweise allen deine Liebe, die sich schwer tun, ihren eigenen Vorteil hintan zu stellen, und die Schuld auf sich geladen haben.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Zeige dich als barmherziger Richter, wenn dieses Leben zu Ende geht, und lass unsere Verstorbenen teilhaben an der Freude in deiner Gegenwart.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

P: Allmächtiger Gott, in der Auferstehung deines Sohnes hast du den Tod überwunden und uns den Weg zum Leben erschlossen, dass du Gott bist über allem und in allem in Ewigkeit.
A: Amen.

 

Veröffentlicht nur im Internet vorbehaltlich einer Überarbeitung
Anregungen und Kritik bitte an Martin.Loewenstein@Jesuiten.org

Anmerkung:

1. Kantorowicz, Ernst: Die zwei Körper des Königs. Eine Studie zur politischen Theologie des Mittelalters. München (Deutscher Taschenbuch Verlag) 1990.

2. Natürlich kannte die griechisch-römische Antike sowohl so etwas wie juristische Personen und Demokratie. Demokratie aber wurde nicht aus der Gottesebenbildlichkeit und Würde des Menschen abgeleitet, sondern vom Besitz. Dadurch, dass im fränkischen Mittelalter der Gedanke neu erfunden werden musste - inspiriert durch römisches Recht - war aber der Weg bereitet, auf die Demokratie nicht über den Weg der Mitsprache der Besitzenden zu kommen, sondern über den Gedanken der Nation. Deswegen wurden auch Ansätze von besitzabhängiger Demokratie überwunden, weil das sich mit Volkssouveränität letztlich nicht verträgt.