Schulmesse im Aloisiuskolleg Bonn-Bad Godesberg Dreifaltigkeitssonntag 14. Juni 1992 IHS
1. Lesung Spr 08,22-31
2. Lesung Röm 5,1-5
Evangelium Joh 16,12-15

Einleitung:
Am Freitag abend habe ich einen Satz aufgeschnappt. Ein Jugendlicher in einer Discothek. Vielleicht 18 oder 20 Jahre alt.
Vielleicht arbeitet er oder ist noch in der Ausbildung oder geht aufs Gymnasium - ich weiß es nicht. Ich weiß auch sonst nichts über ihn. Der Satz war nicht zu mir gesprochen, ich habe ihn nur aufgeschnappt. Ich weiß nicht einmal, in welchem Zusammenhang er gesprochen war.
Der Typ hätte sich blöd angemacht gefühlt, wenn ich auf seinen Satz reagiert hätte. Ich weiß auch bis heute nicht, was ich darauf hätte antworten sollen. Mich würde es interessieren, was Ihr darauf geantwortet hättet. Der Satz, Satzfetzen lautete:
Wenn du kein Egoist bist, verpasst du dein Leben.


1. Phantasie

2. Interesse

3. Gesinnung Gottes


Fürbitten

Lasst uns zu Jesus Christus beten. Sein Geist der Liebe verbindet die Menschen, sein Glaube stärkt die Schwachen und seine Hoffnung gibt denen Mut, die in Bedrängnis sind:

V: Für alle Menschen, die in Not sind. - Stille - Dass sie in der Begegnung mit dir erfahren, dass Gott uns Menschen nahe ist.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Für die Menschen die im Krieg aufeinander schießen, In Bosnien, in Georgien, in vielen Ländern Afrikas - Stille - Dass sie sich deinem Geist der Liebe öffnen..
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Für die Eltern, Erzieher und Lehrer. - Stille - Dass sie darin bestärkt werden, ihre Aufgabe in Güte und Verantwortung zu erfüllen..
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

V: Für uns selbst. - Stille - Dass wir nie den Blick verlieren für die Größe Gottes und die Würde der Menschen..
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

P: Darum bitten wir dich Christus, unseren Bruder und Herrn.
A: Amen

Veröffentlicht nur im Internet vorbehaltlich einer Überarbeitung
Anregungen und Kritik bitte an Martin.Loewenstein@Jesuiten.org

Literatur:
Guardini, Romano: Theologische Briefe an einen Freund. Einsichten an der Grenze des Lebens. Herausgegeben aus dem Nachlass. Paderborn, München, Wien, Zürich (Ferdinand Schöningh). 2 Auflage 1977.