Katholische Hochschulgemeinde Göttingen, Universitätskirche St. Nikolai, 3. Juni 2001 IHS - Jesuiten
1. Lesung Apg 02,01-11
2. Lesung 1 Kor 12,3b-7.12-13
Evangelium Joh 14,15-16.23b

Einleitung zur Messe/Kyrie: Nicht an die Vielzahl, sondern die Vielfalt Gottes glauben wir. An Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, wird das deutlich. Gott ist vielfältig und Beziehung. Daher kann er uns vielfältig seine Gaben schenken und können wir Gott in den vielen Formen der Liturgie feiern. Dennoch ist es ein Gott. Diesen Gott allein rufen wir an als Herrn unseres Lebens...


1. Der unbekannte Dritte

2. Wie Sand zwischen den Fingern

3. Der Herr ist und lebendig macht

Das Große Glaubensbekenntnis


Fürbitten

P: Allmächtiger Gott. Wie ein Brausen vom Himmel, wie Feuerzungen aus der Höhe hat dein Geist die Jünger am Pfingsttag ergriffen. Um diesen Geist beten auch wir heute:

V: Dein Lebensatmen ist es, Herr, der uns frei macht und Halt gibt.
Dass Menschen, die keinen Sinn in ihrem Leben sehen, von dir ergriffen werden, bitten wir dich.
A: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu (Gotteslob 253,1)

V: Dein Lebensatmen ist es, Herr, der uns Menschen Würde schenkt.
Dass die Würde eines jeden Menschen, besonders der Ungeborenen und Wehrlosen, geachtet werde, bitten wir dich.
A: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu (Gotteslob 253,1)

V: Dein Lebensatmen ist es, Herr, der Christen befähigt, aus dem Evangelium zu leben.
Dass wir glaubwürdige Zeugen deiner Botschaft sind, bitten wir dich.
A: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu (Gotteslob 253,1)

V: Dein Lebensatmen ist es, Herr, der im Sakrament der Taufe und der Firmung Menschen zu Kindern Gottes macht.
Dass alle, die sich auf den Empfang der Sakramente vorbereiten, deine Nähe erfahren, bitten wir dich.
A: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu (Gotteslob 253,1)

V: Dein Lebensatmen ist es, Herr, der den Tod überwindet.
Dass unsere Verstorbenen Angehörigen und Freunde in dir leben, bitten wir dich.
A: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu (Gotteslob 253,1)

P: Du bist der Gott, der uns erschaffen hat und immerfort im Leben erhält.
So höre unsere Bitten durch Christus, unsern Herrn.
A: Amen.


Orationen

Herr, gib uns Atem,
auf dass wir nicht atemlos werden im Laufe des Weges,
auf dass unsere Lungen stets
voller Odem und Leben seien.
Hilf uns, dass wir in ein Morgen gehen,
ohne rückwärts zu schauen
und die Anstrengungen zu scheuen.
Gib uns Atem, dass wir alles, was Menschen -
und auch du -
von uns erwarten, wahrhaft vermögen.
Gib uns Atem, um neu zu hoffen,
so als ob das Leben erst heute begänne.
Gib uns Hoffnung auch bei Sturm und Flut,
weil du da bist und wir auf dich hoffen.
So tragen wir in uns alle Hoffnung der Menschen,
aber auch alle ihre Qualen.
Gib uns Atem, deinen Atem, der vom Vater kommt,
deinen Geist, der weht, wo er will,
in Regen und Wind
oder im leichten Anhauch,
mit dem du uns einlädst,
deinem geistigen Fluge zu folgen.
Gib uns deinen Atem für ein Gebet aus der Tiefe,
ein Gebet, das du uns eingibst,
das in uns aufsteigt
und nach deiner Wiederkehr in Herrlichkeit ruft,
das sich sehnt nach der Fülle des Herrn.
Kardinal Léon-Joseph Suenens

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