Schülergottesdienst: Übergang IHS
Biblischer Wortgottesdienst Aloisiuskolleg Bad Godesberg 15./16. Mai 1991 (vor Christi Himmelfahrt) .
1. Erfahrungen des Übergangs - 2. Auf Karfreitag zu (Mk 8,27b-33) - 3. Auftrag (Mt 16,13-23) - 4. Der Übergang (Joh 20,19-23) 5. Aussendung (Lk 24,36-53) und (Apg 1, 8-11) - 6. E.T. - Der Außerirdische - Oration
Predigttexte: siehe zu den einzelnen Abschnitten
Hinweis: Im Vorfeld des Festes Christi Himmelfahrt wurde dieser Wortgottesdienst mit mehreren biblischen Texten gestaltet, die vor allem die Situation der Schüler ansprechen sollen, die vor dem Abitur stehen. Anhand von fünf Schrifttexten wird in einer durch Musikmeditation unterbrochen Homilie der Wechsel vom vor- zum nachösterlichen Jesus thematisiert und parallel dazu die Möglichkeit und Notwendigkeit von Einschnitten und Übergängen in der persönlich Biographie.
Der Text kann vielleicht als Steinbruch für Predigtbausteine zu den jeweiligen Schrifttexten verwendet werden. Der ganze Komplex eignet sich aber auch für einen Schüler-Besinnungstag - bis hin zum Spielfilm.
Zur Filmpredigt:
Stephen Spielberg: E.T. - The Extra-Terrestrial (1982)
->> Info zum Film:
IHS

Gebet

Kein Tag ist wie der andere,
doch oft bleibt alles wie es war.
Die Welt bleibt immer dieselbe,
und doch kann von einem Tag auf den anderen
alles anders werden,
anders werden für uns.
Welche Rolle du, Gott in meinem Leben spielst, -
wer könnte das so genau sagen.
Geh mit mir den Weg
und habe Geduld,
wenn ich meine Zeit brauche,
das Ziel zu finden.
Amen.

1. Erfahrungen des Übergangs

- - - Musik - - -

2. Auf Karfreitag zu

Aus dem Markus-Evangelium. Unterwegs fragte Jesus die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. (Mk 8,27b-33)

3. Auftrag

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.
Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tage werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte im Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. (Mt 16,13-23)

4. Der Übergang

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, trat Jesus in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. (Joh 20,19-23)

5. Aussendung

Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit Euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in euren Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. (...) Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herab senden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet. Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott. (Lk 24,36-53)
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1, 8-11)

6. E.T. - Der Außerirdische

Schlussgebet: (Wiederholung des Gebets vom Anfang). Vater Unser.

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Anregungen und Kritik bitte an Martin.Loewenstein@Jesuiten.org

1. Korte, Helmut (Hrsg.): Die Filme von Steven Spielberg. Frankfurt/Main (Fischer Taschenbuch Verlag) 1987.