Predigt zur Beerdigung (Matthäus 26,6-13) IHS - Jesuiten
St. Michael, Göttingen, August 2000
Evangelium: Mt 26,6-13
Lesung - Predigt - Einleitung - Fürbitten - alternative Predigt
Predigttext: Die Salbung in Betanien: Mt 26,6-13: In den Tagen vor seinem Leiden war Jesus in Betanien im Haus Simons des Aussätzigen bei Tisch. Da kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll kostbarem, wohlriechendem Öl zu ihm und goss es über sein Haar. Die Jünger wurden unwillig, als sie das sahen, und sagten: Wozu diese Verschwendung? Man hätte das Öl teuer verkaufen und das Geld den Armen geben können. Jesus bemerkte ihren Unwillen und sagte zu ihnen: Warum lasst ihr die Frau nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer. Als sie das Öl über mich goss, hat sie meinen Leib für das Begräbnis gesalbt. Amen, ich sage euch: Überall auf der Welt, wo dieses Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und erzählen, was sie getan hat.
Zum Hintergrund: Die im Alter von 55 Jahren überraschend Verstorbene hinterlässt ihren Mann und zwei erwachsene Kinder in tiefer Trauer.

1. Stummes Zeichen der Liebe

2. Allmacht

3. Verwundbarkeit


Einleitung

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit
verwandelt die Qual in Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie ein Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer; Text der Todesanzeige)

Kyrie eleison,
Christe eleison,
Kyrie eleison

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