Wortgottesdienst :
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  • Das Evangelium
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- Wie der Gelähmte von der Bahre aufsteht, weil das Wort Jesu ihn aufgerichtet hat, so steht die Gemeinde zum Evangelium, in dem uns der verkündet wird, der in seiner Person das menschgewordene Wort Gottes ist. Das Evangelium wird immer von einem Priester oder Diakon gelesen, der durch das Sakrament der Weihe dazu beauftragt ist, in der Liturgie als Garant dieser Botschaft zu sprechen. An dieser Stelle wird sichtbar, dass der Priester in der Messe "in persona Christi" spricht; durch die Handauflegung hat der Bischof ihm diesen Auftrag gegeben und handelt er im Namen der Kirche, wie ein Bevollmächtigter am Gerichtshof spricht.
In den Wechselgebeten vor dem Evangelium verkündet der Diakon oder Priester "Aus dem Heiligen Evangelium nach..." und danach "Evangelium unseres Herrn Jesus Christus" (oder ähnliche Rufe). Die Gemeinde antwortet, indem Sie Christus selbst zuruft: "Ehre sei Dir, o Herr!" und "Lob sei dir, Christus!", denn in seinem Wort ist Christus tatsächlich gegenwärtig unter uns. Dies wird in Festgottesdiensten durch Licht (Freude) und Weihrauch (Heiligkeit) zusätzlich symbolisiert.
Es gab Zeiten, in denen das Weihrauchfass vom Evangeliar aus durch die Kirche getragen wurde, denn jeden einzelnen soll das Wort, das wir hören ergreifen, heiligen und verwandeln.