Eucharistiefeier - Hochgebet
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  • Das Sanctus
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Das Sanctus gehört zu den ältesten Bestandteilen der Liturgie und ist in den Kirchen des Ostens wie im Westen zu finden. Es ist das Loblied, in dem die Gemeinde einstimmt in den Gesang der Engel im Himmel. Damit wird deutlich, dass wir als Getaufte teilhaben an dem einen Gotteslob der ganzen erlösten Schöpfung.

Der erste Teil stammt aus der Berufungsvision des Propheten Jesaja, der den Gesang der Engel hörte: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt." (Jes 6,2). Dieser Vers ist erweitert: Nicht nur die Erde, auch der Himmel ist erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Dieser Vers aus dem Alten Testament wurde ergänzt um den Jubelruf, mit dem das Volk Jesus beim Einzug in Jerusalem begrüßte: "Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!" (Mt 21,9).

Der Ausdruck "Hosanna" heißt ursprünglich "Bring doch Hilfe!", ist aber schon in biblischen Zeiten zu einem liturgischen Ruf geworden.

Das Sanctus wurde und wird in allen Liturgien nicht nur von Vorsängern oder Priestern, sondern vom ganzen Volk gesungen. Es ist das Loblied der Kirche schlechthin.