Alpha-Kurs
- 7. Abend - Wie
widerstehe ich dem Bösen?
(Ausführlichere Darstellung des Themas, teilweise nur in Stichpunkten!)
1. Das Böse
Das Böse ist das, was Leben nimmt und Gott verneint. Wir erfahren
das Böse
- in dem was wir tun und erleiden
- in unserer "Verfasstheit" als das, was unserem Mensch- und Christsein
widerspricht
- in der Atmosphäre, die uns umgibt.
Das Böse ist nichts Selbstständiges. Es ist immer nur ein Mangel an Gutem. Die Schöpfung ist von ihrem Ursprung her gut und dazu berufen, gut
zu sein.
2. Das Böse
das wir tun
Jedem Menschen ist das Gesetz Gottes in das Herz gelegt. Wir können
wissen, was gut ist, wenn wir auf unser Gewissen hören und dieses Gewissen
pflegen ("bilden").
"Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will,
sondern das, was ich hasse. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne
ich an, dass das Gesetz gut ist. Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt,
sondern die in mir wohnende Sünde. Ich weiß, dass in mir, das heißt
in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber
ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das
ich will, sondern das Böse, das ich nicht will. Wenn ich aber das tue,
was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die
in mir wohnende Sünde. Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir
das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will. Denn in meinem Innern
freue ich mich am Gesetz Gottes, ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen
Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangenhält
im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden. Ich unglücklicher
Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?"
(Röm 7,15-27)
Nach der christlichen Tradition kann jeder wissen, was gut und was böse
ist. Es braucht dazu nicht den christlichen Glauben. Der Glaube aber gibt uns
die Möglichkeit, das Gute, das ich will, auch zu tun.
3. Die Verfasstheit
Der Mensch ist, was er tut. Ich muss mir darüber klar sein, dass
alles, was ich tue, mich selbst prägt. Deswegen ist es so wichtig, "gewohnheitsmäßig"
gut zu handeln und über die Sünde, die passiert ist, nicht leichtfertig
hinweg zu gehen, sondern vor Gott (und den Menschen) mich von ihr abzuwenden.
4. Das Böse,
das uns umgibt
Wir erfahren, dass unsere Umgebung es uns oft nicht leicht macht,
gut zu handeln. Wir atmen vielfach "Luft", die von einer anderen Kultur
geprägt ist als von der des Evangeliums.
"Und schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn!
Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des
Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch
und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen
die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen
Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils
standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt." (Eph
6,10-13)
Die Bibel beschreibt die "Luft", das heißt die uns umgebende
Kultur und ihre Einflüsse, als Ort der Auseinandersetzung, wo sich entscheidet,
ob wir uns von Gott beherrschen lassen oder nicht.
5. Viele Namen
in den biblischen Schriften
- Weit öfter als
von Engeln Gottes ist im NT - im Unterschied zum AT - von jenen Mächten
die Rede, die wir hier Dämonen nennen. Das ist so, weil sich Gott in
unserem Fleisch offenbart hat, nicht in einem Wesen der Lüfte.
- "Dämon"
ist nur einer von vielen Namen für das, wovon die Rede sein soll.
- An Dämonen kann
man nicht glauben, wie wir an Gott glauben, da sie Geschöpfe sind. Dämon
ist einer der Namen, den die Hl. Schrift für eine Erfahrung gefunden
hat. Die Namen stammen aus der kulturellen Umwelt der Bibel, aus altorientalischen,
persischen und griechischen Traditionen. Die Bibel begegnet diesen Erfahrungen
aus dem Glauben.
- Diesen Erfahrung ist
gemeinsam, dass sie nicht auf Gott verweisen, sondern von Gott weg in den
Abgrund des Nichts.
- Die vielen Namen machen
deutlich: Es handelt sich um ein vielfältiges, ja geradezu chaotisches
Phänomen, dass aber doch auch mit gebündelter Kraft auftreten kann.
"Da ist von Mächten, Gewalten, Kräften oder Vermögen in
Mehrzahl oder Einzahl die Rede. Da werden Herrschaften, Throne, Namen genannt.
Da tauchen, wiederum in Einzahl oder in Mehrzahl, Herrscher, Weltherrscher,
Herren, Götter, Geister als unreine oder böse Geister, Geisterschaften
der Bosheit und Elemente auf." (Schlier) Ich will hier von Dämonen
sprechen. Das Wort stammt aus dem griechischen und kann dort auch gute Gottheiten
meinen. Im Glauben an den einen Gott entlarven sich aber auch diese angeblich
guten Götter als Götzen.
- Neben diesen chaotisch
vielen Mächten und Gewalten spricht die Hl. Schrift aber auch in der
Einzahl: "Da spricht man vom Satan oder Teufel, der auch Beezebul genannt
wird, der unter den mythischen Ideogrammen der Schlange, des Drachen, des
Löwen erfasst wird und der Starke, der Böse, der Ankläger,
der Versucher, der Verderber, der Widersacher, der Feind heißt."
(Schlier).
- Wer die Evangelien
aufschlägt wird insbesondere im Markus-Evangelium feststellen, dass Jesus
sein Wirken ebenso wie seinen Auftrag an die Jünger und an die Kirche
geradezu in erster Linie darstellt als ein Handeln, das Menschen von Dämonen
befreit.
- Es geht also nicht
darum, an Dämonen zu glauben. Es geht darum den Blick zu schärfen,
was mit diesen Bezeichnungen gemeint ist, um zu verstehen, was Gott uns Gutes
tun will.
6. Geistige Kräfte
und Dämonen
- Es ist ein eigentümlicher
Widerspruch: Einerseits bilden wir uns ein, auf dem festen, klaren Fundament
der Naturwissenschaft zu stehen. Andererseits schwimmen wir orientierungslos
durch die Welt wie kaum eine Zeit vor uns. Oder, genauer: Wir haben nur uns
selbst zur Orientierung.
- Das erklärt vielleicht
den Widerspruch zwischen allgemeinem Materialismus und einem wirren Spiritualismus,
in dem allen und jeden geistigen Kräften gehuldigt wird, solange man
damit dem Bund mit dem einen Gott, dem Schöpfer ausweichen kann.
- Die Dämonen sind
aber genau die Mächte und Gewalten, sind die "Götter"
denen sich die Menschen damit ausliefern. Vor allem der Apostel Paulus hat
dies immer wieder betont.
- Die Dämonen gehören
zu dem selben Bereich wie die Engel. Alle sind sie wie wir Geschöpfe.
Auch der oberste Dämon, mag er sich nennen wie er will, ist nur Geschöpf.
Gott gibt es nur einen. Kein negatives Prinzip ist mit Gott gleich ursprünglich.
- Die Welt, die sichtbare
wie die unsichtbare, entsteht, indem Gott durch die Schöpfung neben sich
Raum schafft. Es ist der Raum, in dem wir Menschen als freie Wesen leben und
Gottes "Du" uns erreicht.
- Dieser Raum ist die
Möglichkeit des Bösen, denn das Böse ist nichts anderes als
die Abwesenheit Gottes. Weil Gott uns nicht auf sich programmiert hat, sondern
Liebe und daher Freiheit will, ist die prinzipielle Möglichkeit auch
des gottleeren Raumes gegeben.
- Das Rätsel ist,
dass dieser gottferne Raum uns gegenübertritt als personartige Kraft,
die etwas zu wollen scheint.
- ( Versuch über
die gefallenen Engel dies zu beschreiben.)
8. Das Bedrängende
- Vorsicht: Engel und
Dämonen "gibt es" nicht in der Weise wie es Gegenstände
der physischen Welt gibt. Es sind geistige Mächte. Sie wirken und daher
haben sie Realität. Diese Realität ist aber immer in Beziehung:
sozial, kulturell...
- Die Grunderfahrung
ist: Das Böse ist nicht nur Adjektiv meines Tuns, sondern Raum und Kraft
- Diese Dämonen
leben im geistigen Raum des Menschen, aber sie gehen nicht in sozialen, psychologischen
etc. Funktionen auf.
- In den meisten Kulturen
wird diese Kraft in der Besessenheit erfahrbar. Diese Konkretion geht verloren,
wo Menschen immer mehr in Strukturen und Funktionen differenziert werden.
- Das 20. Jahrhundert
hat uns aber deutlich gemacht, dass gerade im Abgrund der Gottferne des Nationalsozialismus
und des Kommunismus Vernichtungskräfte wirken, die weit über die
Bosheit eines Einzelnen wie Hitler hinaus geht.
- Daneben gibt es aber
nach wie vor ganz individuell die Erfahrung, Mächten ausgeliefert zu
sein.
- Sucht ist nicht rein
physiologisch zu fassen.
- Sexualisierung die Beziehungen
und Liebe zerstört ist eine geistige Realität, die sich aus vielen
Bildern und Meinungen speist, aber ganz konkret wirkt.
- Immer aber sind es
Wirklichkeiten, denen wir uns ausliefern und je weniger es uns gelingt, ihnen
gegenüberzutreten, desto mehr erfassen sie uns. Mit den Sternen ist nicht
zu spaßen und mit spiritistischen Sitzungen auch nicht. Es sind geschaffene
Realitäten und wer von ihnen die Antwort erwartet und wer ihnen das Vertrauen
entgegenbringt, das Gott gebührt, wird feststellen, dass er durch seine
Anerkennung Dämonen nährt, die Macht über ihn gewinnen.
- In der Debatte um Antisemitismus
haben daher die Leute etwas Richtiges gesagt, die meinen, dass wir vielleicht
dem Rechtsextremismus manches Mal nicht die Ehre der Aufmerksamkeit antun,
sondern ihn verachten sollten.
9. Christus und
die Dämonen
- Zurück zum NT.
- (Schlier:) "Man
hat sich immer wieder gewundert -und es ist ja auch zunächst seltsam
-, welche Fülle von Besessenen sich damals in Judäa und Galiläa
versammelte, und hat es gelegentlich für eine tendenziöse Übertreibung
der Evangelisten erklärt. Aber der Grund für diese Fülle ist
aus den Evangelien selbst erkennbar; dort, wo der gehorsame Jesus Christus
erscheint, weiß sich das Wesen der Selbstmächtigkeit aufgestört
und gestellt zum Gericht.
- Achten wir nur auf eine
der paradigmatischen Erzählungen, die uns zugleich etwas von der Art
berichtet, in der Jesus die Dämonen besiegt. In Mk l, 21--28 lesen wir
folgendermaßen:
"Und sie ziehen hinein nach Kapernaum. Und alsbald ging er am Sabbat
in die Synagoge und lehrte. Und wie waren betroffen über seiner Lehre.
Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftlehrer.
Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist. Der
schrie auf: ,Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen,
uns zu verderben? Wir wissen, wer du bist: der Heilige Gottes.' Und Jesus
bedrohte ihn: ' Verstumme und fahre aus von ihm!' Und der unreine Geist verzerrte
ihn und fuhr mit lautem Geschrei von ihm aus. Und alles war voll Staunen,
man fragte sich: ,Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht! Auch den unreinen
Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm!'"
Wir sehen aus dieser schlichten und volkstümlichen Erzählung recht
deutlich: Wo der Jesus erscheint, der mit Vollmacht die "neue" Lehre
lehrt (und nicht lehrt wie die Schriftlehrer!), stellt sich der vom unreinen
Geist Besessene ein. Dieses Wort Jesu zieht ihn, ohne dass das ausdrücklich
gesagt ist, herbei. Der Dämon in ihm weiß sich von der Anwesenheit
Jesu aber sofort bedrängt. Er wittert sogleich in diesem Jesus und in
dem Geist des "Heiligen Gottes", wie er selbst ihn nennt - in dem
Geist, der ja auch seiner Lehre entströmt, - eine Gefahr, den Untergang,
der ihn von Jesus her bedroht.
- Exorzismustätigkeit
Jesu. Auftrag Jesu an die 12, die 72 und Auftrag des Auferstandenen: Treibt
Dämonen aus!
- Wir sehen darin die
Ebene, von der her Gott uns befreit. Für uns ist dabei zweierlei zentral:
- Erstens In Christus
wurde der Teufel entmachtet. Dies ist zentraler Glaube der Kirche. Denn
der Teufel ist der Diabolos, der große Verwirrer und Durcheinanderwürfler,
der Lügner. Wo Gott seine Wahrheit in unser Fleisch hinein gesprochen
hat, da ist die Macht des Lügners gebrochen. Es gibt eine Kraft,
die ihn bezwingt.
- Zweitens Die Kirche
- wir als Gemeinschaft der Getauften - muss sich dieser Wahrheit unterstellen.
"Jesus Christus ist der Herr" kann für uns keine Wahrheit
unter anderen im Pantheon unserer Überzeugungen sein.
- In seiner Ohnmacht
am Kreuz hat Christus auch den "gottleeren Raum" mit seiner Gegenwart
gefüllt. Die Macht, die die angemaßten Götter bezwingt, ist
die Ohnmacht Gottes.
10. Dem Bösen
Widerstand leisten (nach Gumbel)
Paulus fordert uns auf: »Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr
den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt«
(Eph 6,11). Im Anschluss führt er sechs Ausrüstungsgegenstände
an, die wir brauchen:
"Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer
die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium
vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm
könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt
den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört
nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt
aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich: dass Gott mir das
rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums
zu verkünden" (Eph 6,14-19)
Manchmal hört man
Aussagen wie: »Das Geheimnis des Christenlebens besteht in ...«
Aber es gibt kein einzelnes Element, das als solches Erfolg bringt. Wir brauchen
die ganze Rüstung.
Als Erstes brauchen wir
den »Gürtel der Wahrheit« (Vers 14). Damit ist wahrscheinlich
das Fundament der christlichen Wahrheit, also die christliche Lehre gemeint.
Wir sollen die ganze christliche Wahrheit (oder so viel wir können) in
uns aufnehmen. Das geschieht, wenn wir die Bibel lesen, Predigten und Vorträge
hören, christliche Bücher lesen und mit anderen Christen darüber
sprechen. Auf diese Weise lernen wir, die Wahrheit von den Lügen zu unterscheiden;
wie es im Jakobsbrief heißt: Der Satan ist »ein Lügner und
ist der Vater der Lüge« (Jak 8,44).
Als Nächstes brauchen wir »den Panzer der Gerechtigkeit« (Eph
6,14). Das ist die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und uns durch das Werk
Jesu am Kreuz zuteil wird. Sie versetzt uns in die Lage, in einer Beziehung
zu Gott zu leben und ein gerechtes Leben zu führen. Wir kommen alle immer
wieder einmal zu Fall. Dann ist es wichtig, schnell wieder aufzustehen. Dann
ist es wichtig, vor allem sich nicht von Gott trennen zu lassen. Gerade in dieser
Situation darf ich zu Gott beten und am Gottesdienst teilnehmen. Die Beichte
ist in der katholischen, den orthodoxen und der evangelisch-lutherischen Kirche
das sichtbare Zeichen, dass Gott uns vergibt. Die Frucht der nicht aufgegebenen
Verbundenheit mit Gott sollte dann von Anfang an sein, dass ich mich bemühe,
neu anzufangen und nicht im bisherigen Verhalten stecken zu bleiben.
Und dann heißt es:
»Zieht an als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden
zu kämpfen« (Vers 15). Ich verstehe darunter die Bereitwilligkeit,
über das Evangelium zu reden. John Wimber pflegte zu sagen: »Es ist
sehr schwer, stillzusitzen und gut zu sein.« Wenn wir ständig nach
Gelegenheiten Ausschau halten, die Gute Nachricht weiterzugeben, sind wir gut
gegen den Feind gerüstet. Sobald wir uns vor Verwandten, Kommilitonen oder
und Arbeitskollegen zum christlichen Glauben bekennen, haben wir eine wirkungsvolle
Abwehr. Das ist nicht einfach, denn wir wissen, dass andere uns nun beobachten,
ob wir auch unserem Glauben entsprechend leben. Aber es bietet auch einen großen
Anreiz dafür.
Das vierte Element unserer
Waffenrüstung ist der »Schild des Glaubens« (Vers 16). Damit
können wir »alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen«.
Vertrauensvoller Glaube ist das Gegenteil von Zynismus und Skepsis, die sich
schon bei vielen Menschen verheerend ausgewirkt haben. Ein Aspekt des Glaubens
wurde einmal so beschrieben: »eine Verheißung Gottes zu ergreifen
und es zu wagen, daran zu glauben«.
Fünftens weist Paulus
uns an: »Nehmt den Helm des Heils« (Vers 17). Das Heil ist von Gott
gewirkt und uns verbindlich (Gottes Bund und Treue) zugesagt. Ein Gebet mit
dem Blick auf das Kreuz, der Empfang der Sakramente, die Erinnerung an die Taufe,
all das kann uns stärken.
Und zum Schluss schreibt
Paulus: »Und nehmt das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes«
(Vers 17). Wahrscheinlich meint er damit die Heilige Schrift. Jesus verteidigte
sich mit Zitaten aus der Schrift, als er von Satan versucht wurde. In jedem
einzelnen Fall gab er eine Antwort aus dem Wort Gottes, so dass sich Satan schließlich
geschlagen geben musste. Es lohnt sich in der Tat, Verse aus der Bibel auswendig
zu lernen, denn mit ihnen können wir uns an die Verheißungen Gottes
erinnern und den Feind in die Flucht schlagen.